Ein bisschen Kunst in ganz viel Chaos.

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Berlin ist nicht immer schön. Es kann trist und trüb sein. Es hat Charme. Aber auch nicht immer. Berlin ist speziell. Bunt. Aber irgendwie kann es manchmal auch ganz schön schwarz weiß sein. Berlin ist der Ort an dem sich die Welt trifft. Austauscht. Es ist vielfältig. Facettenreich.

VSG2

Ich marschierte los. Hab nicht wirklich den fahrenden Zug gefunden. Bin falsch eingestiegen. Ich war Passant, erkundete. – Ich bin geirrt, hab‘ Straßen erkundet. Clubs getestet und zu den verschiedenen Beats getanzt. Hab die Cocktails probiert, manchmal zu viele und versucht den Dialekt zu üben. Hab dabei meinen vergessen. Hab versucht mich anzupassen. In einem Topf voll Chaos und Glitzer. Ein Labyrinth in dem es nicht darum geht hinaus zu finden. Zurecht zu finden. Das ist das Ziel. Wohl fühlen. Im Irren. 

Bin viermal umgezogen. In der gleichen Stadt und trotzdem weitergekommen. Hab so viele verschiedene Türklinken nach unten gedrückt. Es geht nicht darum ob der Schlüssel passt. Es geht nicht um das Absperren, es geht darum die Tür offen zu lassen. Für Neues. Buntes. Für ein bisschen Kunst in ganz viel Chaos.

VSG3

Ich habe viel gelacht und gedacht. Hab mir die Welt bunt gemalt. Hab mir Berlin ausgemalt. Wie Malen nach Zahlen. Ich hab die Buntstifte genommen und die Viertel analysiert. Und ich hab Menschen getroffen, die mir dabei helfen. Mein Leben auszumalen. Ein bisschen Kunst. In ganz viel Chaos.

Es geht nicht darum aufzuräumen, es geht darum seinen Platz zu finden. Und es geht nicht darum wie die Spielregeln funktioniert. Es geht darum, dass man zusammen spielt. Egal ob falsch oder richtig. Dass man zusammen hält. Wir malen uns unsere Stadt. Berlin. Wir singen in unserer Tonlage. Unser Lied. Berlin. Und Es geht nicht darum, die Tonlagen zu treffen. Wir sind Interpreten von vielen, in einer Welt voller Kunst. Mit ganz viel Chaos.

Wir malen uns Berlin bunt. Und ich bin froh euch gefunden zu haben! 

Photography by Julian Bolter